Ein Teil meiner Fotografie geht verloren


Damit nicht jeder diesen ganzen Blog komplett lesen muss, will ich euch auch nicht auf die große Folter spannen und möchte euch mitteilen, dass ich die gewerbliche Fotografie aufgegeben habe. Es wird nur noch freie Projekte geben (wie sowieso 99% meiner Bilder).

Wie sicher einige von euch schon gesehen haben (oder auch nicht), gibt es den Punkt „Familie und Paar“ auf meiner Instagram- und meiner Facebook Seite nicht mehr. Auch die Punkte „Hochzeitsfotografie, Tierfotografie und Coachings“ sind von meiner Website verschwunden (vereinzelt sind nur noch ein paar Bilder zu finden). Das hat den Grund, dass ich mich nach langem Überlegen dazu entschlossen habe mein Gewerbe aufzugeben. Die Gründe dafür sind einige, wie z.B. Zeit, neuer Job, Freunde, Familie, Beziehung und der fehlende Spaß an kommerziellen Projekten.

Fang ich mal ganz von vorne an:
Wie wahrscheinlich fast jeder Fotograf habe ich immer davon geträumt mein Brot mit der Fotografie zu verdienen (und träume auch immer noch davon). Ich wollte gerne so viele Fotografiebereiche wie möglich abdecken, um den Kunden möglichst alles bieten zu können. Für mich war klar, dass ich nach meiner Umschulung zum Mediengestalter ein Gewerbe anmelde um nebenbei am Wochenende ein paar Euros mit kommerziellen Fotoshootings zu verdienen. Aber die Arbeit des Mediengestalters macht mir sehr viel Spaß, ist super umfangreich und benötigt eine Menge Berufserfahrung um in diesem Beruf richtig erfolgreich arbeiten zu können. Kein Problem für mich, denn ich möchte die Fotografie ja nur nebenbei machen… dachte ich.

Ich habe wie gewohnt meine Fantasy/Cosplay und Portraitfotografie Projekte weiter gemacht, denn das ist es, was mir so viel Freude bereitet! Ich bin überzeugt davon, dass das was ich tue gute Arbeit ist und sich auf jeden Fall sehen lassen kann! Aber habe ich schon genug Referenzen? Nein, dachte ich. Daher weiter freie Projekte auf TFP-Basis um mehr Referenzen zu sammeln, die ich dem späteren, bezahlenden Kunden zeigen kann.
Ich habe so eine enorme Freude daran neue Leute kennenzulernen, die Spaß am Modeln haben und sich gerne fotografieren lassen. Der Moment, wenn ich dann dem Model das Bild schicke und das Model total begeistert und glücklich ist, ist für mich das aller aller aller tollste an der Fotografie. Nichts ist für mich schöner die Modelle super zufrieden mit meiner Arbeit zu sehen.

Doch dann kam der Moment, wo ich mir sagte: “Faafa, du solltest weniger TFP machen. Du willst doch mal davon leben.“ Und genau das versuchte ich. Ich beschloss für eine kurze Zeit weniger TFP Projekte anzunehmen (und dabei habe ich einige schöne Gesichter abgelehnt...). Dann kamen auch die ein oder anderen bezahlten Aufträge für mich. Ich war mega froh endlich mal ein paar Euro verdient zu haben.

Irgendwann kam aber der Punkt an dem ich einen bezahlten Auftrag hatte, auf den ich echt keine Lust hatte... Ich zwang mich zum Shooting und machte einen tollen Job. Aber glücklich war ich nicht. Posten wollte ich die Bilder schon gar nicht, obwohl sie echt gut geworden waren. Aber beschweren wollte ich mich auch nicht, denn jeder Selbständige muss auch mal Arbeit machen, die er nicht so gerne mag, völlig normal. Was soll ich sagen… irgendwann fehlten mir die TFP Projekte auf die ich echt Bock habe. Aufgeben wollte ich mein Gewerbe aber nicht, denn nur mit Hochzeitsfotografie und größeren Projekten kann man als selbständiger Fotograf richtig Geld verdienen.

Das Jahr 2018 war dann für mich ein mega Sprung! Auf Instagram wurden immer mehr Leute auf mich aufmerksam, mit denen ich in Kontakt getreten bin. Cosplayer und normale Models kamen stetig dazu und zeigten Interesse an meiner Fotografie. So viele tolle und schöne Menschen, die ich so gerne fotografiert habe! Einfach super viel Spaß. Doch was ist mit der Zeit für Pay Kunden? Ich wollte doch weniger TFP machen…

Die freien Projekte meiner Fotografie machten mir so viel Spaß, dass ich sogar weniger Zeit für meine Freunde hatte (und immer noch sehr wenig , sorry ☹). Auch meiner Verlobten habe ich versprochen, dass ich maximal einmal in der Woche fotografieren gehe, damit ich auch sie nicht vernachlässige (sie steht immer voll hinter mir :*). Und irgendwann merkte ich, dass mein Job auch mehr Zeit brauchte, also mein richtiger Job als Mediengestalter.
Im Winter 2018 (in dem ich fotografisch nicht viel machte), sagte ich zu fast allen Leuten, dass sie sich bitte im Frühling nochmal für Termine melden sollen. Im Dezember machte ich mal Pause und dachte viel darüber nach. Und dann 2019 ging es los! Mein Kalender ist JETZT SCHON bis einschließlich August/Anfang September voll! So viele Leute, die mit mir shooten wollen. So viele TOLLE Leute, die mit mir shooten wollen! Cosplayer, Fantasy, Fashionmodels, Tattoomodels, einfach alles dabei! Ich habe jetzt schon so viel Bock auf jedes einzelne Projekt , Leute! Natürlich alles freie Projekte.

Das Ende vom Lied merkt ihr selber. Ich muss mir einfach eingestehen, dass die Fotografie für mich mein Hobby ist und ich am liebsten das fotografiere, wo ich einfach richtig Bock drauf habe. Das soll nicht heißen, dass ich nicht mal Bock hatte eine Familie mit ihren Kindern oder ein Pärchen zu fotografieren, doch mein Herz ist da nicht aufgegangen. Mein Herz liegt in der Fotografie einer einzelnen Person mit dem Fokus auf etwas fantasievollem.
Ich musste mir eingestehen, dass ich genau das weiter machen will, mein Hobby 😊 Aus diesem Grund habe ich beschlossen keine kommerziellen Projekte mehr zu machen und nur noch aus Leidenschaft zu fotografieren.

Was ändert sich jetzt für euch?
Nichts! Ihr seht ohnehin auf meiner Instagram- und Facebook Seite zu 99% nur meine freien Projekte. Ich werde genau so weiter machen wie gehabt. Ich kann mir gut vorstellen das sogar einige gar nicht wussten, dass ich überhaupt ein Gewerbe hatte.

Natürlich werden noch alle geplanten bezahlten Projekte und Gutscheine weiter abgearbeitet, es verfällt nichts!

Vielen lieben Dank wer bis hier hin gelesen hat! Ich hoffe ihr habt Verständnis für meine Entscheidung und seid mir weiterhin treu

Euer Faafa




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